• Kinderoptometrie Kinderbrillen in Gadebusch & Rehna

Kinder­opto­metrie: Brillen für Kinder & Tipps für Eltern

Gutes Sehen - auch für die Lütten


Jedes Vorschulkind sollte zumindest einmal augenärztlich untersucht worden sein. Nur so können irreversible Fehlentwicklungen des visuellen Systems verhindert werden. Unabhängig von dieser Empfehlung darf ein Kinderoptometrist ihr Kind auch dann behandeln, wenn vorher noch kein Arztbesuch erfolgt ist oder dieser bereits länger zurückliegt.

Manchmal brauchen schon die ganz Kleinen eine eigene Brille. Grund dafür ist eine festgestellte Sehschwäche. Damit sich daraus keine dauerhafte Fehlsichtigkeit entwickelt, ist es wichtig, mit Hilfe einer Kinderbrille das fehlerfreie Sehen wiederherzustellen. Doch was sind Kinderbrillen überhaupt? Und was sollten Sie beim Kauf beachten?

Tipps für die Eltern


Worauf Sie als Eltern achten sollten, falls Ihr Kind eine Brille benötigt. Erfahren Sie mehr über besondere Eigenschaften, die Kinderbrillen mitbringen sollten. Wie Sie Ihrem Kind helfen, sich an die Brille zu gewöhnen - Und wie Sie erkennen, ob Ihr Nachwuchs überhaupt Schwierigkeiten beim Sehen hat.

Was sind Kinderbrillen?

Kinderbrillen sind speziell auf die Bedürfnisse von Kindern ausgerichtete Sehhilfen. Dazu zählen unter anderem Brillen für Kleinkinder, Kinder und Jugendliche. Sie besitzen besondere Eigenschaften, um die Gewöhnung der Kinder an die Brille möglichst einfach zu gestalten. Kinderbrillen sollten daher folgende Kriterien erfüllen:

  • Die Fassung muss möglichst stabil, aber nicht schwer sein, da sie sonst unangenehm drückt. Auch darf sie nicht zu groß oder breiter als das Gesicht sein.
  • Die Gläser sollten ebenfalls möglichst leicht sein und nicht zu groß. Empfehlenswert sind Kunststoffgläser, denn diese zerbrechen nicht so leicht. Allerdings ist bei ihnen eine Beschichtung gegen Kratzer sinnvoll.
  • Der Nasensteg braucht eine möglichst große Ablagefläche, damit die Kinderbrille nicht rutscht und keine Druckstellen verursacht. Zudem sollte der Steg mit einem weichen Material wie Silikon gepolstert sein.
  • Die Brillenbügel dürfen nicht drücken und müssen gleichzeitig stabil sitzen. Auch hier ist eine gleichmäßige Auflage wichtig. Oft haben Kinderbrillen spezielle Bügel, die hinter dem Ohr einen Bogen machen und bis fast zu den Ohrläppchen herunterreichen.

Warum brauchen schon Kinder eine Brille?

Eine Sehschwäche kann besonders bei kleinen Kindern gravierende Folgen haben. Denn in der frühen Kindheit entwickelt sich das Zusammenspiel von Auge und Gehirn beim Sehen noch. Sieht nun das eine Auge schlechter als das andere oder weisen beide Augen eine Sehschwäche auf, kann das Gehirn diese Information nicht richtig verarbeiten. Es droht eine so genannte dauerhafte Fehlsichtigkeit (Amblyopie).

Tritt die Sehschwäche erst in der Schulzeit auf, sollte diese ebenfalls mit einer Kinderbrille behandelt werden. Meist reicht schon eine leichte Kurz- oder Weitsichtigkeit, um den Blick auf die Tafel oder die Hausaufgaben zu erschweren. Die Folge sind so genannte asthenopische Beschwerden. Das sind zum Beispiel:

  • Kopfschmerzen
  • Rasches Ermüden
  • Kleine oder geringe Konzentration
  • Gereizte, tränende Augen

Macht sich bei Ihrem Kind zudem noch eine Leseunlust bemerkbar, ist ein Besuch beim Augenarzt nötig. Auch ein Leistungsabfall in der Schule kann ein Hinweis auf Fehlsichtigkeit sein. Die Verordnung einer Kinderbrille schafft hier Abhilfe und kann unter Umständen auch den Spaß am Lernen zurückbringen.

Regelmäßige Vorsorge­unter­suchungen beim Augen­arzt

Besonders bei kleinen Kindern sind regelmäßige Untersuchungen beim Augenarzt sinnvoll. Eltern fällt es oft schwer, in diesem Alter eine Sehschwäche zu erkennen. Die Kinder selbst hinterfragen ihr Sehvermögen nur selten. Empfohlen wird ein Augentest:

  • Bei der U5 (zwischen dem 6. und 7. Lebensmonat)
  • Bei der U8 (zwischen dem 46. und 48. Lebensmonat)
  • Bei der U9 (mit circa fünf Jahren, idealerweise zwischen dem 60. und 64. Lebensmonat)

Zusätzlich raten Ärzte, das Kind zwischen der U5 und der U8 vorsorglich untersuchen zu lassen. Denn: Der zeitliche Abstand zwischen diesen beiden Untersuchungen ist vergleichsweise groß. Doch auch Schulkinder und Jugendliche sollten regelmäßig ihre Augen testen lassen.

Wie bekomme ich mein Kind dazu, die Brille zu tragen?

Kinderbrillen sind speziell auf die Bedürfnisse der Heranwachsenden angepasst. Manchmal kommt es jedoch vor, dass sich der Nachwuchs dennoch weigert, die Brille zu tragen. Diese Tipps können bei der Gewöhnung an die neue Kinderbrille helfen:

  • Hetzen Sie sich und Ihr Kind nicht. Die Gewöhnung an die neue Brille kann bis zu sechs Wochen dauern.
  • Versuchen Sie Ihrem Kind altersgerecht zu erklären, warum das Tragen einer Brille nötig ist.
  • Lassen Sie Ihr Kind bei der Auswahl seiner Brille mitbestimmen. Oft hilft schon die Lieblingsfarbe, um die Brille für das Kind interessant zu machen.
  • Kinderbücher, die sich inhaltlich mit dem Thema Brillen und Augen beschäftigen, können als Gute-Nacht-Geschichte gelesen werden.
  • Versuchen Sie, das Tragen der Brille mit schönen Beschäftigungen zu verknüpfen. Machen Sie beispielsweise einen Bastelnachmittag mit Ihrem Kind, während es die Brille trägt.

Helfen diese Tipps nicht, ist auch eine schrittweise Gewöhnung an die Brille möglich. Dabei trägt das Kind die Brille jeden Tag ein bisschen länger, bis diese Teil des Alltags geworden ist.

Bezahlt die Krankenkasse die Sehhilfe, wenn ich vor der optometrischen Behandlung nicht bei einem Augenarzt war?

Die gesetzlichen Krankenversicherungen zahlen einen Festbetrag für die Gläser einer Kinderbrille. Die Brillenfassung muss der Versicherte immer selbst zahlen. Voraussetzung für den „Zuschuss“ der Krankenkassen ist das Vorliegen einer ärztlichen Verordnung. Liegt diese Verordnung nicht vor, so besteht kein Anspruch des Versicherten gegenüber seiner Krankenkasse. In aller Regel sind auch die privaten Krankenkassen nur dann verpflichtet, die Kosten einer Brille zu übernehmen, wenn eine ärztliche Verordnung vorliegt. Bei manchen privaten Krankenversicherungen ist dies jedoch nicht erforderlich.

Darf der Kinder­opto­metrist auch Augen­erkrankungen diagnostizieren?

Die Diagnose von Erkrankungen ist den Ärzten vorbehalten. Wenn Eltern befürchten, ihr Kind sei krank, weil es etwa über Schmerzen im Bereich der Augen klagt oder sonstige Symptome zu erkennen sind, dann sollte dringend ein Augenarzt aufgesucht werden. Allerdings gibt es auch Augenerkrankungen, die zunächst unbemerkt verlaufen. Im Rahmen einer (kinder-)optometrischen Untersuchung kann der spezialisierte Augenoptiker Indizien in Form von Auffälligkeiten erkennen, die auf das Vorliegen einer Augenerkrankung oder schwerer Funktionsstörung hindeuten. In diesen Fällen empfiehlt der Kinderoptometrist den Eltern, das Kind einem Augenarzt vorzustellen.

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